Dr. A. Bell / Dr. H. P. Jennissen
Vielfältige Altenteilsleistungen, zu denen sich der Hofübernehmer gegenüber seinen Eltern verpflichtet hatte, waren in diesem Gutachten anlässlich einer Ehescheidung zur Ermittlung des Zugewinns an zwei Stichtagen zu bewerten. Der Wert des Altenteils schmälert den Wert des Betriebes, ob zum Ertragswert oder zum Verkehrswert bewertet, sowohl zu Beginn als auch am Ende der Ehe. Das Altenteil umfasste eine wertgesicherte Rente, die zu 75% an den Längst-lebenden weitergezahlt werden musste, eine sogenannte Verbindungsrente. Die Wertsicherung der Rente war an das Verhältnis von Lebenshaltungskostenindex und Erzeugerpreisindex gekoppelt.
Zum zweiten musste die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrages übernommen werden. Die im Mittel der Jahre bis zum Ableben des Längstlebenden anfallenden Beiträge wurden ebenfalls wie eine Verbindungsrente behandelt.
Zum dritten galt es die Kosten für die Mithilfe bei der häuslichen Pflege der Eltern zu ermitteln. Dabei waren die Eintrittswahrscheinlichkeit der Pflege, die Zahlungen der Pflegeversicherung und die aufgewendete Pflegezeit abzuschätzen. Darüber hinaus war der Hofübernehmer verpflichtet, seine Eltern einmal wöchentlich mit dem Auto auszufahren. Auch hierfür wurden Annahmen über die gefahrenen Kilometer, das benutzte Auto und die benötigte Arbeitszeit zur Kostenabschätzung getroffen.
ISBN: 978-3-89187-395-3
Ausgabe: Heft B 110 / 1. Auflage 2007
Seitenzahl: 72
Preis: 9,50 €
